Archiv für die Kategorie „film“

reicht dir das?

ach, könnte ich dein elvis sein
mit hüftschwung und gitarre
ich säng den blues, du schwängst dein bein
in meine rosa karre

ach wenn ich nur dein kubrick wär
dein coen, dein tarantino
ich drehte filme, liebesschwer
und ging mit dir ins kino

doch träume – so ihr naturell -
gehn ruckizuck zunichte
kein lied. kein film. kein aquarell
ich kann nichts. nur gedichte

 

 

ein fast genauso gutes gedicht zum fast genau gleichen thema:

froh zu sein bedarf es könig



ohne jopie ham wir keine chance

er rottete die dinos aus
er baute pyramiden
sein sieg in troja gab applaus
er brachte rom den frieden

er überlebte jede pest
er stand model bei dürer
er half karl marx beim manifest
er tanzte für den führer

den weltenlauf hat er bestimmt
jahrtausendreicher heester!
war auf “unsterblich” eingestimmt
das wird nix. jetzt verwest er

 



ein meister kriegt was auf die lampe

ein hase saß im tiefen tal
sinnierte unter bäumen
er wünschte, er wär riefenstahl
und gab sich hin den träumen

mit kamera und muskelmann
und führers besten grüßen
käm er an alle häschen ran
die blonden und die süßen

doch hinter ihm, da raschelts laut
ein fuchs, ein biss, der quälet
der traum vom ruhm ist dem versaut
der falsches vorbild wählet

 

 

zwei fast genauso gute gedichte zum fast genau gleichen thema:
sind so kleine pimmel
diddl – die ausgeburt der puschelhölle



kino mit dem mvp

 

ich bin sonntagabend ins kino gegangen
regie: werner herzog. die hauptrolle: kinski
doch kaum hatte woyzecks malaise angefangen
da setzte sich vor mich – na wer? dirk nowinski!

doch das war nicht alles. der dreimeterriese
war nicht nur zu groß. nein, er kam nicht allein
ihm folgte – viel hilft viel, war wohl die devise -
der ganze beschissene basketverein

barea, kidd, haywood, plus chandler und terry
die sicht: nicht vorhanden. ich wollte wen morden
denn dann sagte einer zum cotrainer larry:
“is this really ‘space jam’? no way! where is jordan?”



deutschlands antwort auf steven seagal

er geht mir auf den nerv, den sack
den wecker, senkel, zeiger
den keks, den geist, den anorak:
til “packeismimik” schweiger

wenn er dem namen, den er trägt
nur ehre machen würde
doch nein. er quasselt, grient und quäkt
niveau gilt ihm als hürde

er wär so gerne müller-stahl
der wunsch geht in die binsen
denn jeder film beweist nun mal:
til kann nix, nur schief grinsen



take my brain away

 

die sonnenbrille ist ein muss
das haar so stark und kräftig
erscheint vor ihm der böse russ
dann schüttelts maverick heftig

den helm trägt er im flugzeug nur
und nicht auf dem motorrad
die konkurrenz versaut die tour
was iceman noch so vorhat?

er fürchtet tod und teufel nicht
nur fallschirmseil mit knoten
der navy macht tom cruise, der wicht
den nützlichen idioten



last woman standing going

sie galt als allerletzte diva
war göttin, fixstern, pfeiler
nun ruft die welt und auch jens riewa:
geh nicht! bleib hier, liz taylor!

giganten! blechdach! sieben ehen!
new york! paris! ägypten!
man sah sie schon die first takes drehn
als andere noch übten

die anmut war meist königlich
doch hielt sies mit verstörten
farewell! jetzt küsst und schlägt sie sich
mit jacko und herrn burton



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