Archiv für die Kategorie „flora und sauna“

der städter in freier wildbahn

das ganze jahr sitzt er herum
im zimmer, fern vom wetter
doch schneit es, treibt ihn unrast um
ins freie zieht der städter

so untrainiert wie bernd das brot
setzt er sich auf den schlitten
er denkt: wie cool! doch schicksal droht
dem narr, der nie geritten

der punkt zum bremsen wird verpasst
der städter wankt und taumelt
natur ist hart. am nächsten ast
die unterlippe baumelt

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morrissey, you are the very

er isst kein fleisch und zieht durch rom
das aggregat: psychotisch
die stimme gleicht dem kölner dom
gigantisch, süßlich, gotisch

ein mann, ein muss. wer ihn nicht kennt
begeht kulturverbrechen
den namen seiner alten band
kann kaum ein deutscher sprechen

sein seelenherz birgt konfusion
mal aggro, mal gedeihlich
wär pathos eine religion
man spräche ihn längst heilig
nicht zwölf-, nein: dreizehnzeilig

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freundschaft unter zitrusfrüchten

die grapefruit und die mandarine
die fuhren stets dieselbe schiene

interessen, lifeplan – alles gleich
selbst eier mochten beide weich

ein herz und eine seele
nie streit und nie krakeele

das ganze sah ne quittenfrucht:
genau das hab ich stets gesucht

sie kugelt zu den beiden hin
und hat ein anliegen im sinn:

ich sei, gewährt mir die bitte
in eurem bunde die quitte

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es gibt reisen, baby

wenn einer eine reise macht
dann kann er was erzählen:
das schulenglisch wird ausgelacht
die kissenbonbons fehlen

der pool hat fiese 14 grad
zum frühstück gibts nur bohnen
dem mietgolf fehlt ein hinterrad
am strand, da wimmeln drohnen

der rückflug? beinah abgestürzt
geklaut: das gucci-mieder
das fazit mit viel verve gewürzt:
so schön, ich möcht bald wieder

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o kocher, du perle der natur!

er fließt durchs hohenloher land
durch künzelsau und aalen
nur kennern ist er gut bekannt
der rest? das sind vandalen

so schnell, als hätt man ihn gewachst
die reinheit gibt zu denken
sein größter feind? na klar: die jagst
die möcht er gern ertränken

ein fluss, so knisternd, klar und schön
fast wie ferrero rocher
wann werde ich dich wiedersehn?
du freudenquelle kocher

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von elchen und menschen

der gernhardt-spruch ist wohlbekannt
und birgt bestimmt viel wahres
jedoch: mich stimmt er irritant
wie grau am rand des haares

denn wer will elche kritisiern?
das ist doch unplausibel
von allen stumpfen erdentiern
sind sie allein sensibel

so stolz, so schlau, so unverstellt
ein optisches spektakel
man kann sie drehen wies gefällt
und findet keinen makel

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der mörder ist fast immer der gärtner

wer ist der größte gartenschurke:
kohlrabi? rettich? knoblauch? gurke?
mitnichten, ihr bambini
es ist der herr zucchini

er tut so freundlich, lieb und teuer
doch nachts wird er zum ungeheuer
wenn du gerade schäfchen hetzt
dann kommt er leise angewetzt

im schlepptau hat er seine brüder
sehn aus wie er, doch sind noch rüder
sie schleichen in dein zimmer
dein letzter ton: gewimmer

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