Archiv für die Kategorie „gedicht“

besuch im altbau

ist das parkett? aus walnuss? echt?
und dann so hohe decken!
wie hoch? dreineunzig? wow! nicht schlecht!
und stuck bis in die ecken!

mit flügeltüren? kassettiert?
echt jugendstil die fliesen?
und wieviel seid ihr? nur zu viert?
den platz könnt ihr genießen!

was zahlt ihr denn? achthundert?!? bloß?
mit nebenkosten? ohne?!!
wie schön für euch! ich muss jetzt los!
der abschiedsblick: zitrone

 



die neue brille von alexander dobrindt

da bayern laut naturgesetz
potthässlich, sans niveau sind
bescheuerter als ako-pads
verkleidet sich der dobrindt

mit haare schön und brille hip
tarnt er die metzgerfresse
herr westerwelle gab den tipp
ein plan voll raffinesse

doch wer nicht blind ist, weiß bescheid
ein image-relaunch hilft da nicht
er ist und bleibt für alle zeit
ein lupenreines arschgesicht

 

 

drei fast genauso gute gedichte zum fast genau gleichen thema:

auswandern mit dem plagiatsminister
ein d für ein u vormachen
nach bier die sintflut

 



der patissier des zaren

der russe braut und destilliert
er pökelt, gart und simmert
das schmeckt. am herd ist er versiert
nur lob gibts. keiner wimmert

piroggen, blinis? keine kunst
er kann mit allem dienen
nur eines wird seit je verhunzt:
die feiertagspralinen

zu süß, zu klebrig, schmecken oll
im magen bleiben klumpen
drum singt der russe meist in moll
und stürzt die wodkahumpen

 

 

drei fast genauso gute gedichte zum fast genau gleichen thema:

literatur der welt (1): russland
auf der wyborger seite
russisches chatroulette



reicht dir das?

ach, könnte ich dein elvis sein
mit hüftschwung und gitarre
ich säng den blues, du schwängst dein bein
in meine rosa karre

ach wenn ich nur dein kubrick wär
dein coen, dein tarantino
ich drehte filme, liebesschwer
und ging mit dir ins kino

doch träume – so ihr naturell -
gehn ruckizuck zunichte
kein lied. kein film. kein aquarell
ich kann nichts. nur gedichte

 

 

ein fast genauso gutes gedicht zum fast genau gleichen thema:

froh zu sein bedarf es könig



chrissi an kai: ich vergrab dein herz an der biegung des rubikon!

was weißt du kleiner bubi schon
vom krieg? hör auf zu stressen!
ich schubs dich in den rubikon
die fische wollen fressen

und kuck mal deine trulla an:
debil und über vierzig!
dagegen meine: voll vulkan
sie trägt nen rock? den kürz ich!

ich spritz dein hemd mit säure voll
dein samt ist dann beschädigt
don’t fuck with me, du kleiner troll!
für mich bist du erledigt

 

 

drei fast genauso gute gedichte zum fast genau gleichen thema:

die meinungsfreiheit nehm ich mir

der neue bundesbräsident

pietäter



und du so?

“was machst du denn an silvester?”
das verrat ich gern, mein bester:

ich sauf schnäpse (selbstgebraute)
schaue filme (schlimm versaute)

werf auf kinder chinaböller
kämme mich wie rudi völler

stech in autoreifen löcher
piss an türen, noch und nöcher

schicke tausend höllenplagen
denen, die mich dauernd fragen

was ich mache an silvester?
s&m mit deiner schwester!



ohne jopie ham wir keine chance

er rottete die dinos aus
er baute pyramiden
sein sieg in troja gab applaus
er brachte rom den frieden

er überlebte jede pest
er stand model bei dürer
er half karl marx beim manifest
er tanzte für den führer

den weltenlauf hat er bestimmt
jahrtausendreicher heester!
war auf “unsterblich” eingestimmt
das wird nix. jetzt verwest er

 



spätere Gedichte frühere Gedichte
  • Zufallsgedicht
  • flattr me

  • Das Gedichtsabo   
  • Zwölf Zeilen bei Facebook   Verfolge mich auf Twitter
  • Reklame

    xquiro.de - onlineagentur mainz und münchen
  • noch mehr reklame