Archiv für die Kategorie „köln“

verkleidete entgleitung

jeanette ist cowgirl, arne aal
und oskar geht als tonne
doch was mach ich an karneval?
bushido? waschbär? nonne?

als guttenberg? sehr orginell
auf das kostüm kommt keiner
black swan? gadaffi? becquerel?
als müller – thomas? heiner?

schon kurz vor elf! die zeit wird rar
idee muss zünden. dringend!
na gut. ich geh wie letztes jahr
leicht torkelnd und laut singend



terminator 3 – rebellion der oliven

vor zwanzig jahren war er wer
bekannt von seoul bis nizza
der cyborg mit dem sturmgewehr
doch heute backt er pizza

die welt gerettet, ganz allein
und niemand tats ihm lohnen
drum kocht er pasta cyberdine
und neigt zu aggressionen

bestellst du was, kommt er vorbei
(er liefert selbst an bonner)
dann schießt er sich die fahrbahn frei
wie einst mit sarah connor



brot statt böller

silvester wird erst richtig nett
durch acht, neun kilogramm baguette

was brauch ich bunte pressluftschlangen?
mir reichen meine weizenstangen

die werden ins fondue getaucht
geröstet, bis die kruste raucht

das raclette wird gourmös verfeinert
durch backwerkstückchen, hübsch zerkleinert

als nachtisch sorgt es für entzücken
tut mans mit mon chėri bestücken

final wird es mit rum begossen
gezündet und ins all geschossen



letzte geschenkeausfahrt: tanke

verdammt! es ist schon kurz nach vier
und ich brauch noch geschenke
die läden zu! wer hilft mir hier?
na klar: die gute tänke

für papi gibts nen träger becks
zwei kaugummis und snickers
und mami? liest bestimmt gern spex
plus: sonderheft des kickers

die deutschlandkarte von aral
da sagt die oma danke
das fest gerettet, wieder mal
ein hoch auf meine tanke



der städter in freier wildbahn

das ganze jahr sitzt er herum
im zimmer, fern vom wetter
doch schneit es, treibt ihn unrast um
ins freie zieht der städter

so untrainiert wie bernd das brot
setzt er sich auf den schlitten
er denkt: wie cool! doch schicksal droht
dem narr, der nie geritten

der punkt zum bremsen wird verpasst
der städter wankt und taumelt
natur ist hart. am nächsten ast
die unterlippe baumelt

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folge dem pferd

du, martinspferd, hast viel zu tun
an diesen kühlen tagen
du trabst und trabst und kennst kein ruhn
musst herr nebst mantel tragen

auf! auf! im zehn-minuten-takt
sind umzüge zu leiten
das licht in der laterne knackt
wir schleichen. du darfst reiten

du wirst geliebt von jim und hans
und ist dein dienst zu ende
gehst du zur frau, der martinsgans
und wärmst dir dort die hände

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die gähnste theke der welt

der herr nahm eine schüssel torf
und mischte sie mit eiter
das resultat hieß düsseldorf
doch wie verfuhr er weiter?

er nahm den klumpen in die hand
und warf ihn auf die erde
er klatschte hinter köln an land
dass daraus schönes werde

doch d-dorf harrt im alten mief
wo fuchs und hund bestatten
der masterplan ging leider schief
zu groß war nachbars schatten

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