Archiv für die Kategorie „landsmannschaft“

zum hügel rennen

der weiße mann kam übers meer
er brachte qual und leid daher

vernichtet stämme und den glauben
selbst unsre büffel tat er rauben

wir kämpften hart, wir kämpften gut
und die prärie war voller blut

doch sie warn mehr als wir okesen
das heißt: die messe war gelesen

comanche, komm! cheyenne, nicht pennen!
wie wärs, wenn wir zum hügel rennen?

wir flüchten auf den nahen berg
und retten unser lebenswerk



kontinentalplatte (1): südamerika

einsfünfzig. größer ist er nicht
der übliche latino
drum ist auf geltung er erpicht
moralniveau wie dino

sieht er ein tier, mit fell, mit horn
dann muss er es schnell killen
wer dünstet, hat bei ihm verlorn
bei ihm zählt eins nur: grillen

das fett, das spritzt, das blut, es tropft
er mampft selbst darm und magen
erst wird der schlund wüst vollgestopft
dann geht er wieder jagen



wickileaks

das höchst geheime dokument
bringt licht ins trübe dunkel:
den faxe spornt nichts an. er pennt
und träumt von friedhelm funkel

der snorre ist voll energie
er redet, quakt und labert
chef halvar neigt zur despotie
und ulmes liedkunst wabert

die wikinger sind höchst mobil
sie landen gern an küsten
in dicken akten steht sehr viel
doch nichts, was wir nicht wüssten

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der demografische traktor


die anstrengung beim kinder kriegen
die können wir uns schenken
chinesen und die inder liegen
weit vorne. nicht zu denken

an eine positivbilanz
das macht uns dinosauer
da hilft kein elterngeld, kein tanz
am rücken rutschen schauer

der menschenunterschuss im land
bedeutet: wir verlieren
jedoch, die lösung ist zur hand:
mehr inder adoptieren

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kaffee wie gott in schweden (3 und ende)

frau larsson nimmt sich das zu herzen
- wer wird sichs mit dem herrn verscherzen? -

eröffnet ein etablissement
in das die halbe hanse rennt

die gäste geben sich die klinken
in ihre hände (meist die linken)

schnell weiß hh: frau l. ist in
selbst starbucks schickt spione hin

und manchmal, gern am sonntagmorgen
da sitzt im eck, recht gut verborgen

ein alter mann mit weißem bart
und knabbert keks nach schwedenart

-ende-

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kaffee wie gott in schweden (2)

der herr, er mampfte sichtlich munter
die speisekarte hoch und runter

und als der vorrat aufgetan
setzt er zu einer rede an:

“ihr schweden. ach, ihr führt ein leben
würds sowas nur in hamburg geben!

dort steht mein schöpferhauptquartier
und gottesteilchen so wie hier

die hülfen mir durch tal und berg
nach angestrengtem schöpferwerk

drum runter von dem ruhekissen
und exportiert das bäckerwissen.”

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kaffee wie gott in schweden (1)

der herr schuf einst den garten eden
und gleich danach cafés in schweden

die zeit war da. also probierte
er alles, was man dort servierte:

“die ganze woche war ich fleißig
kein wunder. klar: ‘der schöpfer’ heiß ich!

doch nun lass ich die seele baumeln
und seh das blatt im nordwind taumeln.”

der kaffee kam. ein schluck. ein strahlen!
“so gut, den würd ich glatt bezahlen!

und diese schnecke schmeckt bestimmt
so köstlich dank der prise zimt.”

facebook-partnerlink: frau larsson



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