Archiv für die Kategorie „politik“

mich plagen weder skrupel noch zweifel

habe nun, ach! arschgeigerei
justiz und gel (für haare schön)
sowie die kunst der eierei
durchaus studiert, mit heißem föhn

da steh ich nun, ich wurstbaron
und spotte wissenschaftlern hohn
heiße philister, heiße doktor gar
am blödsinn saß ich sieben jahr

ich habe massig gut und geld
doch stolz und ehrlichkeit, die fehlt
als wichtigtuer möcht ich leben
drum hab ich mich der kopie ergeben



domino days

los ging es in tunesien
doch das wars nicht gewesien

kurz später in ägypten
die bürger aufstand übten

und auch im nahen libyen
da blickte man nach drübien

ging freiheiten ausloten
hinweg mit dem despoten

selbst zu dem emir in bahrain
da riefen menschen: lass es sein

ein domino der staaten
gespielt von demokraten



zitatettenautomat

herr von und zu und küssdiehand
mit landgut in ascona
tut lässig, eleg- und charmant
doch klaut er wie winona

der guttenberg vom schlossverlies
ist voll von plagiaten
das grinsen beckmannartig fies
die frise ist vom paten

der frängisch-dümmliche akzent
ist raubgobbiert vom loddar
den schnarchblick man vom dackel kennt
die gattin stammt aus flodder



kohls urenkel in arbeit

madame gedönsministerin
hat sex. es ist bewiesen
ein kind steckt im tornister drin
es wächst. ganz ohne gießen

jetzt fühlt sich die frau strohimkopp
ganz nah den volksproblemen:
wie kombinier ich kind und job?
die olle soll sich schämen!

kriegt 16.000 euro lohn
top-kita? nanny? längst gebucht
und hat klein-helmut infektion
wird er von rösler untersucht



drei zu sein bedarf es könig

als teen litt er an akne
heut ist es eher hybris:
die grünen? linkes pack, ne?
und kuck mal hier, die zypries

parole: durchhalt heißt es jetzt
vom gastgewerberetter
und wie die schiffsmetapher fetzt
der käptn trotz dem wetter

ich bin der könig, eins, zwei, drei
und bleibe bis zur rente
nun bringt den liberalk herbei
der schädelt: vier prozente!



testikelverlust an der westfront

ein flanderischer förstersmann
fand jüngst beim bäumeroden
versteckt im tiefen kieferntann
des führers linken hoden

der hatte ihn dereinst verlorn
im sommer neunzehnsechzehn
die mörser sausten um die ohrn
ein schuss. ein treffer: ächzen!

ein sackgesicht mit loch im sack
die landser lachten heiter
der förster dachte: eichhornkack
warfs weg und hackte weiter



urlaubspläne im wohlfahrtsausschuss

das töten schlaucht, klagt robespierre
drum muss ein netter urlaub her

komm, lass mal stehn die guillotine
wir steigen in die tui-maschine

wie wärs, fragt lächelnd danton
wir fahren nach sankt anton?

erst boarden und dann aprés-ski
danach bist du so fit wie nie

bist narrisch? schrofft der rob perplex
dort toben wahnsinn, suff und sex

die ganze zeit “hey baby” singen?
da bleib ich hier bei meinen klingen



spätere Gedichte frühere Gedichte
  • Zufallsgedicht
  • flattr me

  • Das Gedichtsabo   
  • Zwölf Zeilen bei Facebook   Verfolge mich auf Twitter
  • Reklame

    xquiro.de - onlineagentur mainz und münchen
  • noch mehr reklame