Archiv für die Kategorie „religion / weltanschauung“

der darth das

er hatte den herodes gern
und tat auf stalin schwören
dann baute er den todesstern
um endor zu zerstören

er quälte gungans, jedis auch
und manchmal sogar wookies
das herz aus stahl war bei ihm brauch
er fraß nur hass, nie cookies

am asthma litt er tag und nacht
kein saft half, keine gurken
er hat es trotzdem weit gebracht
zum prototyp des schurken

 

 

ein fast genauso gutes gedicht zum fast genau gleichen thema:
may the 4th be with you



geboren um zu nerven

der herr verteilte hirn und stil
und hatte es sehr eilig
drum übersah er manches ziel
ein beispiel sind unheilig

mit deppenbart und gruftiflair
und pathos frisch von aldi
treibt er im mittelmäßigmeer
und hält sich für vivaldi

gebaut aus schleim, bekannt als graf
wer kommt, ihn zu entschärfen?
wer hört den quatsch: hund? katze? schaf?
geboren um zu nerven



80 yrs old and rising

geboren einst im hinterland
er erntete die ähre
die stimme tief und höchst prägnant
es folgte: weltkarriere

das wesen schwer, klamotten schwarz
die weisheit gabs in kisten
so sang er sich hoch in die charts
der knackis, präsis, christen

die themen: liebe, gott und mord
kein mensch kann ihn beerben
sein körper ist schon länger fort
die stimme wird nie sterben

ein fast genauso gutes gedicht zum fast genau gleichen thema:
musik

 



als james hetfield lou reed mit ozzy osbourne verwechselte und sich niemand in der traditionell duckmäuserischen plattenindustrie traute, diesen faux-pas aufzuklären, was nun der kleine mann (wer auch sonst?) ausbaden muss

lou reed wird wach. sein welthass steigt
als er träg aus dem bett schielt
dort steht ein mann, der sich verneigt
gestatten, ich heiß hetfield

hey ozzy, quatscht ihn dieser zu
du bist für mich legende!
wie wärs? wir jammen – ich und du
das ziel sind wackelwände

der große grießgram lou erschrückt
sagt ängstlich ja, ich bin bereit
heraus kam (höflich ausgedrückt)
die schlimmste platte unsrer zeit

 

 

drei fast genauso gute gedichte zum fast genau gleichen thema:
wer metal fälscht
ronnie james dio goes to heaven (or hell?)
festivals (1): wacken



das feuerrote papamobil

verschmort sind die felgen, verkohlt ist die scheibe
und schwaden von weihrauch durchziehen die luft
zu boden gefallen: die hostienreibe
antenne und navi sind reif für die gruft

der stab, die soutane – das alles ist asche
die bibel mit goldrand, der beichtstuhl to go
selbst benedikts prunkvolle herrenhandtasche
ist opfer der flammen. der papst jault: oh no!

ermittlungen laufen. die täter entkamen
vom tatort ganz nahe am hackeschen markt
wer hat voll vertrauen in drei gottes namen
das papamobil nachts in mitte geparkt?

 

 

 drei fast genauso gute gedichte zum fast genau gleichen thema:

der grammatik-gehandicappte gott trifft heinz, das blatt, im herbst
drei beliebte glaubensrichtungen
heiden ab ins heim!



und bruce s. singt uns ein lied

new jersey ist ihm viel zu klein
kein fackeln, er will brennen
biegt links zur donnerstraße ein
dann sieht man ihn nur rennen

die ärmel hoch, zur faust die hand
im kopf die melodien
kein andrer singt so unverwandt
vom bleiben und vom fliehen

ein mann, ein riff, ein rock, ein blues
des kleinen mann genosse
der eine nennt ihn zärtlich bruce
der andre: boss der bosse

 



literatur der welt (7): ignaz oder die verschwörung der idioten

wenn idioten sich verschwören
menschheitsreste sich empören
schreie nach vernunft verpuffen
sausen jedermann die muffen

alles deppen bis auf einen:
grüne mütze, tweed an beinen
hasst die arbeit, schreibt pamphlete
zieht groteskes wie magnete

zettelt aufruhr, schenkt dir würste
fressmarxist mit kleiderbürste
keine liebe, keinen smiley:
wirrkopfkönig ignaz reilly

 



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