der grammatik-gehandicappte gott trifft heinz, das blatt, im herbst

gott geht zum blatt. das hängt am baum
sich festzuhalten, schafft es kaum
„das wars für dich, du fällst und sterbst!
so läuft es eben, kommt der herbst.“

das stört das blatt mit namen heinz:
„grammatik ist wohl nicht so deins.
was soll denn ’sterbst‘ bedeuten?
geht man so um mit leuten?“

der herr zieht sich am grauen bart:
„so ist das leben: meistens hart
die allerschönsten farben
bekommst du kurz vorm starben“

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gleise rieselt das laub

das laub, das fällt. die lok, die streikt
bahn fühlt sich übergangen
was soll denn das?  der puls, der steigt
weil gestern sie noch hangen

floraler müll auf unsrem gleis
wer konnte damit rechnen?
und wer entfernt jetzt all den scheiß?
das ist das, was wir pech nennn

und dann sind linguistisch schlimm-
e durchsagen zu hören
nur wenig brauchts, um ordnung im
betriebsablauf zu stören

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