Archiv für die Kategorie „köln“

ip ip hurra im neven nevenland

zum abi kriegte er nen porsche
von papi. kohle ist dem popel
doch schlägt sein herz für bäume (morsche)
drum fährt der konstantin jetzt opel

und wenn der hübsche assistent
oder der kumpel namens düssel
mal kurz ein auto braucht, dann rennt
der konny, holt den corsaschlüssel:

„doch pass gut auf auf radarfallen
man kennt sie ja, die polizisten
sie tarnen sich, man kanns kaum schnallen
als fiese medienjournalisten“

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man sagt, er habe magische kräfte

ich heb die hände zur la ola
bei rewe gibts jetzt asbach cola

der göttertrank, den zeus einst braute
bevor er miss europa klaute

das fundament zentraleuropas
beliebt bei kindern, teenies, opas

er schmeckt nach freiheit, stolz und liebe
wie frisch geknospte tulpentriebe

gefüllt in wunderschöne dosen
zwar dankt die leber mit zirrhosen

doch warte nur, der schaden macht sich
so party like it’s zweiundundachtzig

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welch ein jubel, welch ein sägen*

das kind ist aggressiv und laut
man fragt, woran das läge
es spielt doch innig und vertraut
mit seiner motorsäge

die ist aus polydioxyl
und hergestellt in china
geeignet fürs soziale spiel
laut waldorf, fröbel, tina

die zahl der freunde steigt frappant
vorm haus, da steht ne schlange
noch steht die kinderzimmerwand
ich fürchte: nicht mehr lange

*dieses spitzenvideo zum thema habe ich tatsächlich erst später entdeckt

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auf dem spielplatz

„das kind ist nett, die mutter doof.“
„hat er schon durchgeschlafen?“
„ins sauerland, zum bauernhof.
sie spielt so gern mit schafen.“

„er ist wahrscheinlich hochbegabt.“
„wisst ihr schon, welche kita?“
„seid froh, dass ihr die oma habt.“
„da protestiern die mieter.“

„bei waldorf find ich manches gut.“
„der isst noch nicht mal schoko.“
„nimm globuli mit kräuterblut.“
i’m going slightly loco…

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holiday in somnia

wer schläft, hält sich der sünde fern
drum gilt der schlaf als heilig
doch hat das auch nen bittren kern
man wird schnell lang und weilig

dem habe ich nun abgeschworn
und halt mich fern von betten
ich bin napoleon reborn
nur größer, wolln wir wetten?

vier stunden reichen, manchmal drei
da wird man abgehärtet
denn schlaf ist wie einst roy makaay:
wird viel zu hoch bewertet

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festivals (5): summer jam

bob marley ist zwar lange tot
doch die ihn kannten leben:
sein neffe, sohn, privatpilot
sind reggae hingegeben

sie alle spieln beim summer jam
begeistern dort die rastas
die brechen gern das btm
mit tüten, pure pipes, pastas

sie zücken ihr jamaikophon
und fliehn vor unsrer hölle
nicht zion und nicht babylon
der tatort, der heißt kölle

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was vom brote übrig bleibt

was morgens auf dem teller bleibt
präzis: auf dem der kinder
ist anlass zum familienstreit:
vom vollkornbrot die rinder

moment! da hab ich mich vertan
ich meinte doch die rinden
die sieht der nachwuchs mürrisch an
in rom, new york und minden

als ob der rand mit gift getränkt
und voller toter fliegen
so läuft es, seit der mensch gedenkt:
man lässt ihn einfach liegen

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